Beutragsbild Reptilienhabitat

Ende 2012 konnte unser NABU-Kreisverband ein nicht mehr genutztes Freizeitgrundstück am Rande des Fauna-Flora-Habitats „Wiesen im Süßen Gründchen bei Neuenhain“ günstig erwerben. Nach Entfernung der Umzäunung und Abriss der illegal gebauten Hütte entwickelte sich die Fläche durch Anlage einer Altholzinsel und extensive Wiesenpflege durch den NABU Bad Soden inzwischen zu einem Biotop für Eidechsen und andere Reptilien. Dieses Biotop wurde nun durch Einbringung einer ca. 30 qm großen Sandkuhle für Erdbienen mit zwei Steinhaufen für Eidechsen weiter aufgewertet. 

 

 

Es lohnt sich, mit offenen Augen und Ohren sowie mit Fernglas und Fotoapparat unterwegs zu sein. Am 5. November ist es Kathrin Montag bei einem Spaziergang durch die Bauerlöcher Wiesen bei Hofheim gelungen, den ersten Nachweis des sehr seltenen Waldpiepers in Hessen zu dokumentieren. Ihr Bericht über diese sensationelle Entdeckung kann hier nachgelesen werden:

Waldpieper

Steinkäuze im Main-Taunus-Kreis; Ergebnisse des Jahres 2021

Insgesamt setzt sich der leicht positive Trend bei den Steinkauzbruten fort. 2021 konnten 70 Brutpaare mit insgesamt 165 Jungvögeln gezählt werden. 133 Jungvögel wurden beringt (siehe Foto). Einzelheiten siehe nachfolgenden Bericht von Kathrin Montag:

Steinkäuze im MTK 2021

Brutergebnisse im Jahr 2021 für sonstige Eulen im MTK

Erfreuliches kann auch für die sonstigen Eulen (Schleiereule, Uhu, Raufußkauz und Sperlingskauz) berichtet werden. Siehe hierzu den Bericht von Michael Orf:

Eulen im MTK 2021

Erfahrungsbericht über die Verwendung einer Wärmebildkamera zur Eulenbeobachtung

Bei der jährlichen Eulenveranstaltung des gemeinsamen Arbeitskreises von HGON und NABU im Naturschutzhaus Weilbacher Kiesgruben stellten unsere Mitglieder Anne Krömer und Yogi Schneider die Verwendung einer Wärmebildkamera zur Eulenbeobachtung vor. Ihr Bericht kann hier heruntergeladen werden:

Erfahrungsbericht Wärmebildkamera

Der NABU-Kreisverband Main-Taunus e.V. lädt zur diesjährigen Mitgliederversammlung am 18.11.2021 um 18:30 Uhr im Naturschutzhaus Weilbach ein. Einzelheiten hierzu siehe unter „Veranstaltungen“.

Die Wiesen im Süßen Gründchen bei Bad Soden-Neuenhain sind ein Natura-2000-Schutzgebiet für vom Aussterben bedrohte Schmetterlinge – der Helle und der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Etwa bis Mitte September haben alle Raupen dieser Schmetterlinge ihre Futterpflanze, den Wiesenknopf, verlassen und lassen es sich bis zur Verpuppung im Sommer nächsten Jahres im Bau ihrer Wirtsameisen gut gehen.

Nun ist die Zeit gekommen, die Wiesen zu mähen. Um die negativen Auswirkungen der Mahd für typische Tierarten der Wiese, insbesondere für Insekten, zu mindern werden bei der Mahd sogenannte Altgrasstreifen stehen gelassen. Altgrasstreifen sind Wiesenflächen, die ein Jahr von der Mahd ausgenommen werden und auch über den Winter erhalten bleiben. Sie sind ein Rückzugsraum für viele Insekten und bieten diesen Schutz im Winter.

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Der NABU im Blick der Presse:

Im Rahmen der Initiative „Bad Soden erblüht“ wurden kürzlich mit Unterstützung des NABU im Ökologischen Lehrpark Rohrwiese in Bad Soden von der Stadtgärtnerei 3 Wildblumeninseln angelegt. Siehe hierzu den Bericht in der „Bad Sodener Woche“:

bad_sodener_woche_270521_S1

Als Alternative zu den leider wegen Corona ausfallenden Präsenz-Veranstaltungen bietet die HGON ein digitales Vortragsprogramm an (Termine siehe unter „Veranstaltungen“). Am 2. Mittwoch im Monat findet jeweils ein „Orni-Talk“ statt. Dabei stehen verschiedene ornithologische Themen im Vordergrund. Am 4. Mittwoch eines jeden  Monats findet die Vortragsreihe “ „Hingeschaut & nachgefragt“ statt.  Beide Veranstaltungen beginnen jeweils um 18:00 Uhr. Einzelheiten hierzu siehe unter https://www.hgon.de/veranstaltungen/

Streuobstwiesen sind die artenreichsten Lebensräume in Mitteleuropa. Deshalb setzt sich der NABU bereits seit Jahrzehnten für den Erhalt und den Schutz dieses alten Kulturguts ein. Wir freuen uns daher, dass wir kürzlich mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde des MTK eine Obstbrache bei Bad Soden-Altenhain erwerben konnten. Rechtzeitig vor Beginn der Brutzeit wurde die Obstbrache nun entbuscht – und damit vor der weiteren Verbrachung gerettet . Einige umgestürzte alte Obstbäume werden demnächst zersägt und zu kleinen Altholzinsel für Eidechsen, Blindschleichen etc. aufgeschichtet.  Im Herbst ist geplant, die entstandenen Baum-Lücken mit Neupflanzungen alter Apfelsorten aufzufüllen.

 

… die verbrachte Streuobstwiese vor Beginn der Entbuschung:

… und nach dem Arbeitseinsatz der NABU-Aktiven:

 

 

Im Obergeschoss des ehemaligen Trafoturms „Am Brater“ in Schwalbach hängt nun eine sogenannte Wärmeglocke. Hierin finden Fledermäuse ein geschütztes Sommerquartier – auch wenn im Spätherbst die Tage kälter werden. Das Fenster im Obergeschoß des Trafoturms wurde durch ein Einfluggitter ersetzt, um den Fledermäusen den freien Einflug in den Turm zu ihren Quartieren zu ermöglichen. Nun hoffen die Fledermausschützer des NABU darauf, dass im auch um den Turm herum bald viele Fledermäuse flattern. Dann wird der Trafoturm umgetauft zum „Flatterturm“.

 

 

 

 

Steinkäuze suchen sich ihre Brutplätze gerne in Höhlen alter Obstbäume auf Streuobstwiesen. Da dort jedoch passende Baumhöhlen selten zu finden sind, montieren wir hier schon seit mehren Jahrzehnten Steinkauzröhren als  künstliche Nisthilfen. Leider bieten diese Röhren aber keinen Schutz gegen Marder. Dem wollen wir mit neuartigen Röhrenkonstrukionen begegnen. Bei diesen Steinkauzröhren ist der Brutraum durch eine Schleuse mit gegenläufigen Pendeln für die Steinkäuze zwar passierbar, für  Marder jedoch versperrt – soweit die Theorie. Zunächst in den Streuobstwiesen rund um Bad Soden und Königstein haben wir mit der Montage dieser neuen Röhrentypen begonnen. Nun sind wir gespannt, ob sich unsere Hoffnungen erfüllen.