Kathrin Montag berichtet über Schwalbenaktionen beim Reit- und Fahrverein Kriftel 

Im Frühjahr 2024 hat das Team Juffernholz/Krüger/Richter/Montag im Reit- und Fahrverein Kriftel in Abstimmung mit dem dortigen Vorstand über ein Dutzend Rauchschwalbennisthilfen in den Pferdeboxen montiert. Bis 2025 waren alle Nisthilfen belegt, ein schöner Erfolg!

Bei gelegentlichen Besuchen auf dem Hof konnte ich 2025 feststellen, dass sogar einige Mehlschwalben an den Außenwänden der Boxen Nester gebaut hatten. Ein Paar hat sich als Nistplatz ausgerechnet die Terrasse des Vereins ausgesucht, der RuF Kriftel hat dann beim ersten Vereinsfest versucht, die brütenden Mehlschwalben so wenig wie möglich zu stören. Da aber auf der Terrasse ein paarmal im Jahr ein Kuchenbüffet oder eine Grillstation aufgebaut wird, bat man uns um Hilfe. Die zweite Vorsitzende, Frau Georg, war sehr beeindruckt von dem kunstvollen Mehlschwalbennest und eine Entfernung des Nests kam überhaupt nicht in Frage. Aus diesem Grund bastelte Peter Krüger nach dem Vorbild von Schwegler ein Kotbrett, das das bewährte Team am 31.03.26 rasch unter dem Nest angebracht hat. Peter Krüger steuerte außerdem noch 4 Doppelnisthilfen und eine einfache Nisthilfe für Mehlschwalben bei, die wir nach Rücksprache mit Frau Georg außen an verschiedenen Pferdeboxen anbrachten. Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team, die Arbeit war schnell erledigt.

Johanna, die seit 25 Jahren im RuF voltigiert, sagt, dass sie sich über jede einzelne Schwalbe freut, denn diese befreien die Voltigierer, Reiter und ihre Pferde von lästigen Fliegen und Bremsen. Es ist wirklich eine Freude zu sehen, wie stolz der RuF Kriftel auf seine Schwalben ist – am 7.4. schickte mir Frau Georg das erste Handyfoto einer Rauchschwalbe in einer Box, bald werden sicher wieder alle Nisthilfen belegt sein.

Wir danken dem Reit- und Fahrverein, insbesondere Frau Heike Georg, für die uneingeschränkte Bereitschaft, den Schwalben auf dem Hof bestmögliche Brutbedingungen zu bieten. Außerdem danke ich meinem sagenhaften Team: Peter Juffernholz, Peter Krüger und Bernward Richter – ohne euch wäre das nicht möglich gewesen! DANKE!

 

März ist der Wonnemonat für Grasfrösche und Erdkröten. Rechtzeitig vor Beginn der Laichzeit konnten wir das Ausbuddeln eines neuen Amphibienteichs im FFH „Wiesen im Süßen Gründchen bei Neuenhain “ abschließen.

Das gemeinsame Veranstaltungsprogramm von HGON und NABU im Main-Taunuskreis bietet für Naturinteressierte wieder viele  Exkursionen und Vorträge. 

Der Flyer mit den Terminen kann über die Seite „Downloads“ heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zu den jeweiligen Terminen gibt es unter dem Menu-Punkt „Veranstaltungen“.

 

Im Rahmen eines von der GENAU-Lotterie finanzierten Projektes der HGON haben Vogelschützer um Peter Juffernholz an verschiedensten Standorten im MTK Nisthilfen für Gebäudebrüter angebracht. Jetzt war die ehemalige Lederfabrik in Lorsbach dran, an der eine Nisthilfe für Turmfalken montiert wurde.

Mit tatkräftiger Hilfe von Jürgen Becht und Paul-Martin Kolt, sowie Unterstützung der auf dem Hof Häusel ansässigen Firma MB-Baumdienste, deren Geschäftsführer eine LKW-Arbeitsbühne, nebst Fahrer zur Verfügung stellten, konnte das Projekt innerhalb kurzer Zeit und vor Allem gefahrlos ausgeführt werden.

Die Arbeitsbühne war unbedingt nötig, da sich der Montageplatz der Nisthilfe in luftiger Höhe von circa 9 Metern befindet. Mit bester Aussicht auf die umliegenden Jagdgebiete der Mäusejäger, bietet jetzt der spezielle Kasten sehr gute Bedingungen für ein Turmfalkenpaar, um dort zukünftig ihren Nachwuchs groß zu ziehen. Da vor Ort bereits häufig Turmfalken beobachtet werden konnten, blicken alle am Projekt beteiligten zuversichtlich auf die Brutsaison 2026, da auch das direkte Umfeld der Lederfabrik gute Voraussetzungen für eine solche Ansiedlung bietet.

 

Im Rahmen der hessenweiten Veranstaltungsreihe der HGON „Gemeinsam Vogelzug erleben“ trafen sich 10 Beobachterinnen und Beobachter unter der Führung von Nadine Mages und Matthias Fehlow am 5.10. am Seyenberg in Eppstein-Bremthal.

Los ging es bei 7°C um 7.45 Uhr und bald zogen kleinere Gruppen von Singvögeln über das Tal auf die Gruppe zu und verschwanden dann in südlicher oder südöstlicher Richtung hinter den Bäumen. Neben Buchfinken, Wiesenpiepern und Bachstelzen waren vereinzelt Heckenbraunelle, Bergfinken (bestimmt am typischen Zugruf) und Rotmilane zu beobachten.

Matthias und Nadine stellte die wissenschaftliche Zugvogelbeobachtung vor, dabei werden die sicher ziehenden Vogelarten an Aussehen, Flugweise und Rufen bestimmt und in 15min-Abschnitten gezählt. Zum Beispiel gehört der Star zu den schnell und geradlinig fliegenden Arten, der Wiesenpieper dagegen ist deutlich langsamer unterwegs und wirkt immer etwas unentschlossen. Die ebenfalls beobachteten Sperber, Turmfalken, Kolkraben und etliche andere beobachtete Arten gehörten vermutlich zur lokalen Population, die es an diesem Tag nicht in wärmere Gefilde trieb.

Neben HGONlern aus unserem Arbeitskreis nutzten auch Personen aus Nachbarlandkreisen die Möglichkeit, aus erster Hand etwas über den Vogelzug zu lernen. Der Wettervorhersage zum Trotz war es meist trocken und teilweise sogar sonnig. Den Drang der Zugvögel, in den wärmeren Süden zu fliegen, konnte aber trotzdem alle nachvollziehen.

Gegen 11.15 Uhr endete nach 3,5 Stunden die Veranstaltung, bis dahin wurden 1.886 Individuen gezählt, die bei weitem häufigste Art war mit über 1.700 Individuen der Buchfink.

 

Obstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Um solch einen Lebensraum zu erhalten und vor der Verbuschung zu bewahren, mähen wir unsere Obstwiese in Neuenhain 1x jährlich und tragen das Mähgut ab. Die Mahd erfolgt mit einer Motorsense – möglichst mit einer Schnitthöhe von ca. 10 cm. Dadurch wird eine durch die Mahd verursache Gefährdung der in der Wiese lebenden Tiere – insbesondere der Insekten – gemildert.

Im Oktober vergangenen Jahres berichteten wir über unser Schleiereulenprojekt. Jetzt geht es weiter!

Am 11.6. war es auf Pauls Bauernhof in Wallau soweit. Michael Orf und Patrick Schorn von der HGON hatten während der Erdbeerernte einen Termin am Bauernhof. Mit Hilfe der Mitarbeiter des Bauernhofs wurde eine Nisthilfe mit einem Gabelstapler bis unter die Decke gehoben und auf einem Lagerregal platziert. Der Einflug ist über einen kleinen Durchbruch in der Außenmauer möglich, so dass die Eule direkt in den Kasten gelangen kann. Es wurde noch etwas Einstreu im Kasten platziert, um eine bequeme Unterlage zu bieten, dann war die Nisthilfe eingerichtet.

Erste Ergebnisse der Beringer für die Steinkäuze im MTK zeigen, dass die Anzahl der Brutpaare mindestens konstant ist; allerdings ist die durchschnittliche Anzahl der Jungvögel pro Brut geringer als im Vorjahr. Es gibt nur noch wenige 5er- und 4er-Bruten. Grund dürfte die geringere Nahrungsverfügbarkeit sein. Da viele Wiesen wegen des regnerischen Wetters der letzten Wochen nicht gemäht wurden, erschwert das hohe Gras die Nahrungssuche.

Das Foto von Nadine Mages mit den vier Jungvögeln wurde anlässlich einer  Steinkauzberingung am 1. Juni in Bad Soden-Altenhain aufgenommen und ließ uns zunächst auf eine etwa gleiche Anzahl junger Steinkäuze hoffen wie im Vorjahr. 

Der Arbeitskreis von HGON & NABU im MTK pflegt bei Diedenbergen zusammen mit einem Landwirt eine artenreiche Wiese mit Tümpel. Hier ist dank unseres Einsatzes ein wertvoller Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleinsäuger entstanden.

Bevor die „Natur erwacht“ beenden wir unsere Arbeitseinsätze am Tümpel, um Rohrweihe und Wasservögel während der Brut nicht zu stören.

Auf den letzten Drücker vor der Brut- und Setzzeit konnten wir gemeinsam mit dem OGV-Altenhain auf der Streuobstwiese des NABU Main-Taunus im Altenhainer Tal „Ordnung schaffen“ für Flora und Fauna. Dies ist wichtig, um das Areal nicht verbuschen zu lassen und um den artenreichen Lebensraum zu erhalten.