
Das gemeinsame Veranstaltungsprogramm von HGON und NABU im Main-Taunuskreis bietet für Naturinteressierte wieder viele Exkursionen und Vorträge.
Der Flyer mit den Terminen kann über die Seite „Downloads“ heruntergeladen werden.
Weitere Informationen zu den jeweiligen Terminen gibt es unter dem Menu-Punkt „Veranstaltungen“.
Im Rahmen eines von der GENAU-Lotterie finanzierten Projektes der HGON haben Vogelschützer um Peter Juffernholz an verschiedensten Standorten im MTK Nisthilfen für Gebäudebrüter angebracht. Jetzt war die ehemalige Lederfabrik in Lorsbach dran, an der eine Nisthilfe für Turmfalken montiert wurde.
Mit tatkräftiger Hilfe von Jürgen Becht und Paul-Martin Kolt, sowie Unterstützung der auf dem Hof Häusel ansässigen Firma MB-Baumdienste, deren Geschäftsführer eine LKW-Arbeitsbühne, nebst Fahrer zur Verfügung stellten, konnte das Projekt innerhalb kurzer Zeit und vor Allem gefahrlos ausgeführt werden.
Die Arbeitsbühne war unbedingt nötig, da sich der Montageplatz der Nisthilfe in luftiger Höhe von circa 9 Metern befindet. Mit bester Aussicht auf die umliegenden Jagdgebiete der Mäusejäger, bietet jetzt der spezielle Kasten sehr gute Bedingungen für ein Turmfalkenpaar, um dort zukünftig ihren Nachwuchs groß zu ziehen. Da vor Ort bereits häufig Turmfalken beobachtet werden konnten, blicken alle am Projekt beteiligten zuversichtlich auf die Brutsaison 2026, da auch das direkte Umfeld der Lederfabrik gute Voraussetzungen für eine solche Ansiedlung bietet.
Im Rahmen der hessenweiten Veranstaltungsreihe der HGON „Gemeinsam Vogelzug erleben“ trafen sich 10 Beobachterinnen und Beobachter unter der Führung von Nadine Mages und Matthias Fehlow am 5.10. am Seyenberg in Eppstein-Bremthal.
Los ging es bei 7°C um 7.45 Uhr und bald zogen kleinere Gruppen von Singvögeln über das Tal auf die Gruppe zu und verschwanden dann in südlicher oder südöstlicher Richtung hinter den Bäumen. Neben Buchfinken, Wiesenpiepern und Bachstelzen waren vereinzelt Heckenbraunelle, Bergfinken (bestimmt am typischen Zugruf) und Rotmilane zu beobachten.
Matthias und Nadine stellte die wissenschaftliche Zugvogelbeobachtung vor, dabei werden die sicher ziehenden Vogelarten an Aussehen, Flugweise und Rufen bestimmt und in 15min-Abschnitten gezählt. Zum Beispiel gehört der Star zu den schnell und geradlinig fliegenden Arten, der Wiesenpieper dagegen ist deutlich langsamer unterwegs und wirkt immer etwas unentschlossen. Die ebenfalls beobachteten Sperber, Turmfalken, Kolkraben und etliche andere beobachtete Arten gehörten vermutlich zur lokalen Population, die es an diesem Tag nicht in wärmere Gefilde trieb.
Neben HGONlern aus unserem Arbeitskreis nutzten auch Personen aus Nachbarlandkreisen die Möglichkeit, aus erster Hand etwas über den Vogelzug zu lernen. Der Wettervorhersage zum Trotz war es meist trocken und teilweise sogar sonnig. Den Drang der Zugvögel, in den wärmeren Süden zu fliegen, konnte aber trotzdem alle nachvollziehen.
Gegen 11.15 Uhr endete nach 3,5 Stunden die Veranstaltung, bis dahin wurden 1.886 Individuen gezählt, die bei weitem häufigste Art war mit über 1.700 Individuen der Buchfink.
Obstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Um solch einen Lebensraum zu erhalten und vor der Verbuschung zu bewahren, mähen wir unsere Obstwiese in Neuenhain 1x jährlich und tragen das Mähgut ab. Die Mahd erfolgt mit einer Motorsense – möglichst mit einer Schnitthöhe von ca. 10 cm. Dadurch wird eine durch die Mahd verursache Gefährdung der in der Wiese lebenden Tiere – insbesondere der Insekten – gemildert.
Im Oktober vergangenen Jahres berichteten wir über unser Schleiereulenprojekt. Jetzt geht es weiter!
Am 11.6. war es auf Pauls Bauernhof in Wallau soweit. Michael Orf und Patrick Schorn von der HGON hatten während der Erdbeerernte einen Termin am Bauernhof. Mit Hilfe der Mitarbeiter des Bauernhofs wurde eine Nisthilfe mit einem Gabelstapler bis unter die Decke gehoben und auf einem Lagerregal platziert. Der Einflug ist über einen kleinen Durchbruch in der Außenmauer möglich, so dass die Eule direkt in den Kasten gelangen kann. Es wurde noch etwas Einstreu im Kasten platziert, um eine bequeme Unterlage zu bieten, dann war die Nisthilfe eingerichtet.